Sonntag, 21. April 2013

Neue Lebensfreude und Belastbarkeit nach einem Burnout (Teil 1)


Neue Lebensfreude und Belastbarkeit nach einem Burnout (Teil 1)

Behandlung mit Methoden aus der modernen Gehirnforschung

Microsoft Office-Bilder
 
 

Verena S. ist leitende Angestellte und leidet unter einem Burnout-Syndrom. Seit 2 Jahren beeinträchtigen die Symptome ihre Arbeitsleistung und ihr Lebensgefühl. Nichts konnte ihr bislang helfen. Jetzt erprobt sie neue Methoden und spürt schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung.

 

 
Defizite in der Behandlung
Der Zunahme von Burnout steht man zunehmend hilflos gegenüber. Viele Betroffene warten monatelang auf einen von der Krankenkasse finanzierten Therapieplatz. In dieser Zeit verschlechtert sich ihr Zustand weiter. Noch gibt es wenige Therapeuten, die sich intensiv mit dem Thema „Burnout“ beschäftigt haben. Betroffene sind häufig unzufrieden mit der Behandlung, ihr Zustand hat sich nicht wesentlich verändert.

 
Auch Verena S. hat schon einige erfolglose Versuche hinter sich: Entspannungsverfahren, eine psychosomatische Kur und eine Psychotherapie.

Biologische Bedingungen
Bei Stress reagiert der Körper und stellt sich auf Flucht bzw. Angriff ein. Diese Reaktion stammt aus der Zeit der Höhlenmenschen. Noch heute reagiert die Amygdala im limbischen System, dem ältesten Teil des Gehirns wie eine „Alarmglocke“ und bewirkt die Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Cortisol. In der Folge wird die Durchblutung der Muskulatur verstärkt, Blutzuckerspiegel und Blutdruck steigen an, das Herz schlägt schneller und das Denkvermögen nimmt ab. Hormonspiegel und Körperfunktionen regulieren sich, wenn die Gefahr, der Stress vorüber ist  oder Bewegung abgebaut wird.

Das geschieht aber bei den heutigen Arbeitsbedingungen oft nicht. Das Stressniveau bleibt hoch und die freigesetzten Hormone beeinträchtigen die Gesundheit.

Veränderungen im Gehirn
Bei Dauerstress schädigt Cortisol den Organismus und der Hippocampus, der Gehirnbereich, der für die Gedächtnisleitung zuständig ist, verkleinert sich. Die Amygdala ist u.a. für die Angstverarbeitung zuständig. Sie wird bei Überbelastung laufend aktiviert, vergrößert sich dadurch und die Angst und somit auch der Stress nehmen zu.

An den Vorgängen im Gehirn sind Botenstoffe, die Neurotransmitter, beteiligt. Sie sorgen für eine gute Kommunikation zwischen den Zellen. Der Neurotransmitterspiegel verändert sich durch Stress. Der Zufriedenheitsbotenstoff Serotonin wird beispielweise nur ausgeschüttet, wenn der Mensch relativ ausgeglichen ist.

Neuere Forschungsergebnisse belegen sogar genetische Veränderungen durch anhaltenden Stress.

K.o.-Zustand
Ein Burnout kann sich bis zum K.o.-Zustand entwickeln: Der Betroffene ist nahezu handlungsunfähig geworden. Im Gehirn funktioniert die Kommunikation zwischen den Zellen nicht mehr richtig, es kommt zu einer neurobiologischen Blockade. Selbst kleinste Belastungen produzieren erneut die Gefühle der totalen Erschöpfung.

Verena S. hat den K.o.-Zustand erfahren: Sie lag auf dem Sofa und fühlte sich nicht mehr in der Lage, eine heruntergefallene Zeitung aufzuheben.

Burnout- eine Körperreaktion
Es handelt sich demnach beim Burnout um eine reine Körperreaktion, verursacht durch die veränderten Hormon- und Neurotransmitterspiegel.

Herkömmliche Therapien berücksichtigen diese neurobiologische Stressblockade als Ursache meistens nicht. Deshalb sind Therapien oft nicht erfolgreich. Bei Betroffenen kann es durch eine Reha-Maßnahme eine leichte Verbesserung geben, die aber oft nur so weit wirkt, dass der K.o.-Zustand verhindert wird. Das Lebensgefühl verändert sich kaum zum Positiven.

Hilfesuchende äußern: „Nichts hilft, es ist so, als ob ich zwei Gedanken gleichzeitig denke“ oder „in meinem Kopf ist nur noch Durcheinander, wie Brei“.

Stressblockade auflösen
Ein Burnout sollte möglichst zeitnah behandelt werden, damit der Zustand nicht chronisch wird.

Methoden, die auf den Erkenntnissen moderner Gehirnforscher basieren, stabilisieren die Gehirnfunktionen.

Alle eingesetzten Übungen sind einfach und schnell erlernbar. Übergeordnetes Ziel ist, der Betroffene kann seinen Zustand wieder selber beeinflussen und er fühlt sich ihm nicht mehr ausgeliefert. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie ohne Aufwand und ohne, dass Außenstehende es bemerken, durchgeführt werden können.

Gehirnfunktionen stabilisieren
Durch kleine Körperübungen werden die Koordination der Gehirnhälften und der Stoffwechsel angeregt.

Atemübungen
Die o.g. Wirkung verstärkt sich, wenn die Übungen mit Atemübungen und einer besonderen Form von Tiefenentspannung kombiniert werden.

Trancen und Visualisierungen
In Trancen und Visualisierungen werden positive Zielbilder und Ressourcen für Lebensfreude und Belastbarkeit entwickelt.

Lebensbedingungen
Die Betroffenen reflektieren ihre Lebensbedingungen mithilfe von Übungen. Das Bewusstsein für die eigenen Anteile am Stresserleben wird gestärkt und befähigt zu einem veränderten Verhalten
.

 
Fortsetzung/Teil 2 folgt: Stressspeicher leeren mit wingwave®-

Frauke Schulte, 20.04.13

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 
Über Frauke Schulte

Schulte-Coaching-Frauke Schulte beschäftigt sich seit 1993 beruflich mit den Auswirkungen von Stress. Sie ist Coach und Heilpraktikerin (Psychotherapie) und in ihrer Praxis auf die Themen Stressbewältigung/Burnout-Behandlung  und „Gesund führen – sich und andere“ im beruflichen Alltag spezialisiert. Sie gibt Einzelcoachings und Seminare.

 

Kontaktdaten:

Schulte-Coaching

Frauke Schulte

Naumburger Str. 4

28832 Achim

Deutschland


info@frauke-schulte.de


 
Literatur/Links
Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009
Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007
Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005
Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz
Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010
www.wingwave.com
BKK Gesundheitsreport 2012


 

 

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