Mittwoch, 2. Januar 2013

Stress lässt Gehirn schrumpfen


Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen/Euch ein gutes stressfreies Jahr 2013!

Stress kann sehr unterschiedliche Folgen nach sich ziehen und sogar das Gehirn verändern.
Ich freue mich auf Anregungen, Kommentare und Follower.

Viele Grüße aus Achim,
Frauke Schulte



Stress lässt Gehirn schrumpfen

 
Stress kann viele negative Auswirkungen haben. Er wirkt sich nicht nur auf die körperliche und psychische Gesundheit aus, sondern auch auf die geistigen Fähigkeiten. Stress führt zu Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen und lässt bestimmte Hirnbereiche kleiner werden.

 
Bei Stress schüttet das Gehirn Hormone aus. Eine besondere Bedeutung haben dabei Noradrenalin und Cortisol. Das Fatale: Das Gehirn schüttet diese Hormone nicht nur aus, sondern es empfängt sie gleichzeitig. Das ist bei kurzzeitigen und kontrollierbaren Belastungen sinnvoll; denn die Verknüpfungen im Gehirn können durch Noradrenalin effektiver genutzt werden.

Bei anhaltendem Stress wird aber vermehrt Cortisol produziert. In der Folge sind die neuronalen Strukturen nicht mehr so stabil, der Stoffwechsel sinkt in bestimmten Gehirnbereichen. Die Kommunikation zwischen den Zellen funktioniert nur noch eingeschränkt, weil. Das Gehirn stumpft ab.

 
Folgen

Der Konstanzer Psychologie-Professor Dr. Thomas Elbert: „Dauerstress hat im Gehirn  dramatische Folgen. Stresshormone beeinflussen nicht nur den Körper, sondern verändern auch das Gehirn.“

 
Wissenschaftliche Studien mit Ratten belegen, bei Dauerstress schädigt Cortisol den Organismus. Der Hippocampus, das Hirnareal, das für Gedächtnisleistungen zuständig ist, wird kleiner. Die Amygdala ist u.a. für die Angstverarbeitung zuständig, sie vernetzt sich besser und vergrößert sich bei Dauerstress. Die Gedächtnisleistung nimmt ab und die Angst verstärkt sich.

 
Leistungsminderung durch Wettstreit der Ressourcen

Für das Verarbeiten von Informationen werden die vorhanden Ressourcen im Gehirn eingesetzt. Bei Stress werden Konzentration und Aufmerksamkeit aber für die Bewältigung der Auslösesituation benötigt und stehen nicht mehr das Lösen komplexer Aufgaben zur Verfügung. Die geistige Leistungsfähigkeit und Flexibilität sinken- und zwar auch schon bei akutem Stress wie einem öffentlichen Vortrag.

Da ältere Menschen eine geringere Aufmerksamkeitsspanne haben und unwichtige Informationen nicht mehr so gut unterdrücken können, sind sie möglicherweise unter Stress besonders schnell in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

 
Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt

Bei authentisch und damit glaubwürdig wirkenden Menschen besteht eine hohe Übereinstimmung zwischen Gesagtem, ihrer Mimik und ihrer Körperhaltung (Kongruenz). Wenn der Stress zunimmt, wird die Kommunikation des Betroffenen durch die Amygdala und die Stresshormone bestimmt und kann nicht mehr willentlich gesteuert werden. Der Stress aus der Arbeit wird mit nach Hause genommen und sozial bedingter Stress mit auf die Arbeit. In der Folge verstärkt sich der Druck zusätzlich durch die Reaktionen des Umfeldes und es stehen immer weniger Ressourcen zum Stressabbau zur Verfügung.

 
Leistungsfähig durch Lebensfreude

Die möglichen Folgen machen deutlich, Stress-Prävention ist sinnvoll. Sie führt zu Energie, Lebensfreude und Belastbarkeit.

Wenn es bereits zu Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit gekommen ist, können die  Gehirnfunktionen durch veränderte Arbeits- und Lebensbedingungen wieder normalisiert werden. Mögliche Maßnahmen sind eine aktive Stressbewältigung, Entspannungsverfahren, Coaching, Psychotherapie und ein sicheres soziales Netzwerk.

 

 
Frauke Schulte, 2.01.13

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

Bildquelle: http://office.microsoft.com/de-de/images/results.aspx?qu=Gehirn&ex=2#ai:MC900438746|
 
Literatur/Links
Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009
Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007
Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005
Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz
Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010
www.wingwave.com
BKK Gesundheitsreport 2012


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