Mittwoch, 11. Juni 2014

Psychische Probleme - Hilfe muss passen

Alyssa L. Miller, „Girl in Despair“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
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Psychische Probleme- welche Hilfe passt?


 

 





Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Problemen. Ihr Hausarzt stellt eine Überweisung für Psychotherapie aus. Die Suche nach einem Therapeuten endet häufig in Resignation. Es gibt keine freien Plätze. Die Folge: Störungen können sich manifestieren. Eine mögliche Alternative können Therapeuten ohne Kassenzulassung sein. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse  ist allerdings oft schwierig.

Die Krankenkassen sind gehalten, Menschen mit psychischen Problemen innerhalb von 3 Monaten Hilfe zu ermöglichen. Die Wartezeiten bei niedergelassenen Psychotherapeuten betragen bis zu einem Jahr. Häufig erreichen die Betroffenen nur den Anrufbeantworter. Ihnen wird per Textansage mitgeteilt, in absehbarer Zeit, gibt es keinen freien Platz. Nachfragen bei der Krankenkasse bleiben ergebnislos.

Der Weg in die Praxis eines freien Psychotherapeuten
Privatversicherte haben in der Regel keine Probleme, die Kosten für die Therapie in einer Privatpraxis erstattet zu bekommen. Anders sieht es bei den gesetzlichen Krankenkassen aus.

Der behandelnde Arzt stellt eine Überweisung oder Notwendigkeitsbescheinigung für eine Psychotherapie aus. Anschließend telefoniert der Patient mit  mindestens fünf niedergelassenen Psychotherapeuten und holt  sich die Auskunft, ab wann ein freier Platz in der Praxis zur Verfügung stehen würde. Er dokumentiert genauestens, wann er angerufen und mit wem er gesprochen hat .Sollte er keine positive Auskunft erhalten, in spätestens drei Monaten einen Platz zu bekommen, hat er die Alternative, einen Termin bei einem Therapeuten in einer Privat-Praxis zu machen. Er  muss allerdings einkalkulieren, das Erstgespräch privat zu bezahlen. Der freie Therapeut erstellt eine Diagnose und eine Behandlungsbescheinigung. In dieser Bescheinigung  werden Methoden und zu erwartende Ziele der Therapie formuliert. Mit Hilfe des Therapeuten stellt er den Antrag bei seiner gesetzlichen Krankenkasse. Als Anlagen reicht er die Überweisung des Hausarztes, die Dokumentation seiner Versuche einen Therapeuten mit Kassenzulassung zu finden und die Behandlungsbescheinigung ein. Bei einer Nichtbewilligung kann er Widerspruch einlegen. Auch dabei kann der freie Therapeut unterstützen.

Therapeutische Qualifikation-worauf Hilfesuchende achten sollten
Freie Therapeuten müssen eine Heilerlaubnis durch das Gesundheitsamt erteilt bekommen haben. Diese Erlaubnis berechtigt sie, Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz auszuüben. Die zugrunde liegende therapeutische Qualifikation wird bei der Erlaubnis nicht überprüft.

Hilfesuchende können deshalb an Therapeuten mit einer langjährigen Ausbildung geraten, aber auch an Menschen, die über wenig fundiertes Wissen und Erfahrungen verfügen.

Bei der Suche sollte unbedingt beachtet werden:
Welche Qualifikation hat der Therapeut? Wo hat er welche Ausbildung absolviert?
Stimmt die Chemie zwischen dem Klienten und dem Therapeuten?
Wenn sich der Klient nicht sicher und aufgehoben fühlt, sollte er einen anderen Therapeuten aufsuchen.

Beispiele
Hermine S. war Klientin in einer privaten Psychotherapie-Praxis. In der Therapie wurde sehr schnell der sexuelle Missbrauch von Frau S. Thema. Die Therapeutin konnte sich sehr stark mit der Klientin identifizieren und berichtete von eigenen Erfahrungen. Frau S. fühlte sich immer schlechter und von der Therapeutin benutzt. Im Nachhinein empfand sie die Therapie als weiteren Missbrauch ihrer Person. Auf Anraten ihres Hausarztes wechselte Frau S. die Praxis.

Bei der zweiten Therapeutin erlebte Frau S.  Empathie für ihre Probleme. Die Therapeutin hielt professionelle Distanz. Hermine S. erlebte diese Therapie als einen Wachstumsprozess, in dem sie bestimmte, in welchem Tempo sie sich ihren traumatischen Erfahrungen stellte. Die Therapeutin unterstützte sie vorerst in einem intensiven Stabilisierungsprozess. Erst danach konnten schwer wiegende Erfahrungen bearbeitet werden. Hermine S. gewann an Stabilität und Lebensfreude.

Frauke Schulte, 11.06.14
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte ist Heilpraktikerin für Psychotherapie, Hypnotherapeutin, Nlp-Resonanz®-Coach, wingwave®-Coach und studierte Sozialpädagogin. Sie arbeitet in ihrer Praxis in Achim b. Bremen und gibt Therapie und Coachings bei Stress, Burnout und psychischen Problemen.

Impressum:
Schulte-Coaching, Frauke Schulte, Naumburger Str. 4, 28832 Achim, Tel. +49-4202-500085
www.frauke-schulte.de; info@frauke-schulte.de
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Geschäftsführung/inhaltlich verantwortlich nach § 55 Abs.2 RStV: Frauke Schulte

Dienstag, 6. Mai 2014

Gestresste Kinder- wingwave hilft



Gestresste Kinder-
Blockaden lösen mit wingwave®


Rory MacLeod, „268.365 : Boy“, CC-Lizenz (BY 2.0)
http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
www.piqs.de
 

Zahlen belegen, 72 Prozent aller 8-10jährigen Kinder leiden bereits unter Erschöpfung. Steigende Anforderungen in der Schule, familiäre Probleme, steigernder Medienkonsum erhöhen das Stresspotenzial. Viele Kinder reagieren mit Lernschwierigkeiten, Reizbarkeit, Bauchschmerzen und Kopfweh.

Die Eltern sind häufig ratlos. Selber gestresst und oft nicht in der Lage, die Lebensbedingungen ihrer Kinder zu reflektieren bzw. ihre Kinder in der Belastbarkeit zu stärken oder die Belastungen zu reduzieren, fühlen sie sich überfordert. Ihre eigenen Lebensumstände sind schwierig genug, das Familienleben leidet ungewollt.

Wenn es gelingt, gemeinsam etwas zu unternehmen, den Medienkonsum zu begrenzen, Sport zu treiben und sich in der frischen Luft aufzuhalten, gibt es eine wertvolle Basis für Veränderungen. Eltern, die sich ihrem Kind zuwenden können und ihm Gehör schenken, unterstützen es wirkungsvoll. Das Stresspotenzial sinkt und das Kind hat Zugriff auf seine Ressourcen. Ihm wird geholfen, mit täglichen Herausforderungen umzugehen. Oft sieht das Familienleben anders aus. Die Mitglieder leiden unter schwierigen Umständen.

Stress durch familiäre Probleme
Viele Kinder wachsen mit familiären Problemen auf. Ihre Eltern stehen selber unter Stress. Konflikte, möglicherweise die Trennung vom Partner, wollen verkraftet werden. Absprachen hinsichtlich des zukünftigen Umgangs der Elternteile mit den Kindern müssen getroffen werden. Finanzielle Probleme, die Angst vor Arbeitsplatzverlust und eigene schwierige Kindheitserlebnisse können weitere Faktoren sein.

Kinder bleiben auf der Strecke
Ungewollt und trotz aller Bemühungen leiden die Kinder unter solchen Situationen. Da die Bezugspersonen nicht in der Lage sind, ihnen die Fürsorge entgegenzubringen, die sie für ihre Entwicklung brauchen, ziehen sie sich zurück oder reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten. Häufig haben sich die Probleme bereits manifestiert, wenn Eltern auf diese unglückliche Entwicklung aufmerksam werden.

Auch kleinere Auslöser können sich negativ auswirken. Ein Beispiel: Melinda, 10 Jahre leidet unter Bauchschmerzen, die regelmäßig abends auftreten. Sie lebt in einem behütenden Elternhaus und auch in der Schule gibt es keine nennenswerten Probleme. Beim wingwave®-Coaching stellt sich heraus, dass sie regelmäßig Albträume hat. Sie hat Ängste entwickelt, die sie nicht in Worte fassen kann. Sie träumt von Hausbränden und von ihrem eigenen Tod. Die bestehenden Blockaden können mit wingwave® schnell aufgelöst werden, die Bauchschmerzen und die schlechten Träume verschwinden innerhalb von 2 Sitzungen.

Schwierige Lebensbedingungen
Marie ist 7 Jahre alt und lebt bei ihrer alleinerziehenden Mutter. Marie hat Angst, in die Schule  zu gehen, weil „sie dort geärgert wird“. Beim Coaching stellt sich heraus, dass sie außerdem starke Ängste hat, auch noch ihre Mutter zu verlieren. Ihr Vater hat die Familie von einem auf den anderen Tag verlassen. Marie ist bemüht, sich anzupassen, alles richtig zu machen. Sie hat Angst Ärger zu bekommen, wenn sie sich zur Wehr setzt.

Erstes Ziel im wingwave®-Coaching ist der Abbau der schulischen Ängste. Marie entspannt sich zusehends.
In den folgenden Sitzungen werden ihre Verlustängste, die Schuldgefühle, die sie in Bezug auf die Trennung der Eltern hat und die Stärkung ihres Selbstvertrauens bearbeitet. Maries Mutter ist erleichtert, ihre Tochter ist wieder fröhlich und behauptet sich immer stärker.

wingwave löst Blockaden
Normalerweise verarbeiten Menschen ihre täglichen Erlebnisse. Man schläft eine Nacht darüber und am nächsten Tag sieht die Welt schon wieder rosiger aus. Der Ärger ist verflogen und man ist über „etwas hinweg“. Bei manchen Erfahrungen glückt diese Verarbeitung nicht. Die negativen Gefühle stecken noch in den Knochen, es ist etwas in dem Menschen kaputt gegangen. Jedesmal, wenn die alten Gefühle geweckt werden, auch ohne, dass die Ursache bewusst ist, kommt es zu einer Stressreaktion in Körper und Seele. Dem Betroffenen geht es schlecht, er kann sein Potenzial nicht entfalten.

Bei wingwave® wird mit einem Muskeltest an der Hand ermittelt, wo die Ursache der Blockade liegt. Anschließend wird dieses Mini-Trauma mit dem Winken punktgenau aufgelöst.

Dabei wird ein ganz natürlicher Vorgang aus der Schlafphase bewusst genutzt. Während des Schlafens und in den Traumphasen, zeigen sich schnelle Augenbewegungen, die sog. REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement). Diese Augenbewegungen stimulieren beide Gehirnhälften. Die Wirkung ist, dass sämtliche Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet und „sortiert“ werden.

Es gibt aber Stressoren, die so schwer wiegend sind, dass sie nicht im Schlaf verarbeitet werden können. Es entsteht ein Verarbeitungsstau und in der Folge kommt es zu emotionalen Blockaden.

Mit wingwave® werden die Augenbewegung der REM-Phasen im Wachzustand erzeugt. Der Coach „winkt“ vor den Augen des Klienten und dieser folgt den Bewegungen mit seinen Augen. Dadurch wird eine optimale Vernetzung der beiden Gehirnhälften erreicht, Die Blockaden werden gelöst, Stress wird abgebaut und das Gehirn findet neue kreative Lösungen.

wingwave® basiert auf den Erkenntnissen der modernen Gehirnforschung. Die Methode wurde vor mehr als 10 Jahren vom Besser-Siegmund-Institut in Hamburg entwickelt. Weltweit gibt es inzwischen mehr als 4000 zertifizierte wingwave®-Coaches. Die Wirksamkeit wird durch Studien belegt.

Probleme positiv beeinflussen
Eltern, die sich ihren Kindern fürsorglich zuwenden und ihnen Halt und Unterstützung bieten, sind der wichtigste Faktor bei der Lösung von Problemen.
Manchmal reicht das nicht aus. Hilflosigkeit stellt sich ein, weil die Ursachen nicht zugänglich sind. Mit wingwave® können zugrundeliegende Blockaden punktgenau gelöst werden. Die positive Unterstützung der Bezugspersonen sichert anschließend den Erfolg und ist unersetzlich. Blockaden, deren Ursache in negativen unverarbeiteten Erlebnissen liegen, werden gelöst.Das Kind gewinnt an Lebensfreude und Selbstbewusstsein.


Frauke Schulte, 6.05.14

Schulte-Coaching-Frauke Schulte bietet in ihrer Praxis in Achim wingwave®-Coachings für Kinder und Erwachsene an.

Impressum: Schulte-Coaching, Frauke Schulte, Naumburger Str. 4, 28832 Achim,
Tel. +49-4202-500085
www.frauke-schulte.de; info@frauke-schulte.de
Steuernummer 46/106/07797, Finanzamt Verden
Geschäftsführung/inhaltlich verantwortlich nach § 55 Abs.2 RStV: Frauke Schulte
 

 

 

Montag, 13. Januar 2014

Vorsätze für 2014 umsetzen

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Liebe Leserinnen und Leser,

ich wünsche Ihnen, dass Ihr Jahr 2014 gut begonnen hat. Alles Gute, Erfolg und Gesundheit für Sie.

Wie steht es um Ihre Vorsätze für 2014?

Sind Sie schon im Alltag untergegangen? Das passiert leicht.

Sie können neu starten, um Ihre Ziele zu erreichen...
Sorgen Sie für sich und Ihre Bedürfnisse. Leben Sie Ihr Leben wie Sie es wünschen.
Sie schaffen es!

Sie haben das Gefühl, dabei Unterstützung zu brauchen? Buchen Sie ein Seminar oder ein Coaching, bezogen auf Ihr Ziel.

Viel Erfolg,
herzlichst Frauke Schulte


Fachartikel

Die neuesten Artikel befassen sich mit "Hochsensibilität.

Hochsensible Mitarbeiter in sozialen Arbeitsfeldern überfordert?

Von Mitarbeitern in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern wird erwartet, sie verfügen über ein gutes Einfühlungsvermögen, können sich aber auch abgrenzen. Dieser Spagat ist eine besondere Herausforderung für hochsensible Menschen. Sie sind besonders stark von einem Burnout und von Erkrankungen bedroht. Der Anteil an hochsensiblen Mitarbeitern ist in sozialen Arbeitsfeldern besonders hoch.

 

Zart besaitet - hochsensibel im Leben stehen

Sie sind empfindlicher als andere und ecken damit oft an. Ihr Leben lang haben sie sich als „Sensibelchen"  und als wenig belastbar bezeichnen lassen müssen. Anpassungsversuche an die Wünsche Anderer können zur Überforderung führen. Wegen der immer noch unterschiedlichen Rollenerwartungen haben es hochsensible Männer besonders schwer. Das Wissen, hochsensibel zu sein, kann rehabilitieren und den Umgang damit erleichtern.

weiterlesen:
www.online-artikel.de/article/zart-besaitet-hochsensibel-im-leben-stehen-132975-1.html

 

Hypnose besonders hilfreich

Die Nachfrage nach Hypnose bei Stress und Burnout nimmt stetig zu.

 
Bei Hypnose handelt es sich um eine Form der Tiefenentspannung. Ihre Anwendung ist sehr wirkungsvoll bei Stress und Burnout. Die Selbstheilungskräfte werden mobilisiert und Stress wird abgebaut. Es eröffnen sich kreative Lösungswege, die im bewussten Denken nicht zugänglich wären. Im Unterbewusstsein schlummernde Ressourcen können nutzbar gemacht werden.

Hypnose kann im Coaching und in der Therapie eingesetzt werden.

Neugierig geworden?

Aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte bei Stress, Burnout, und psychischen Problemen und psychosomatischen Beschwerden.

Vereinbaren Sie einen Termin.

Rufen Sie mich an unter Telefon 04202 500 085


Interessante Sendungen

Dienstag, 14.01.14, 22.15, ZDF
Schüler in der Leistungsfalle- durchgeplant und ausgebrannt

Donnerstag, 16.01.13, 22.35, mdr
Bin ich gut genug? - Der Kampf mit den Selbstzweifeln


Ich wünsche Ihnen eine gesunde Winter-Zeit.
 
Viele Grüße aus Achim,
 
Frauke Schulte
 
 
 
P.S. Buchen Sie mich für ein Inhouse-Seminar.
Seminar-Beispiele und Trainings für Mitarbeiter/innen in der Altenpflege
Mit meinen Anforderungen noch besser umgehen
Kurz-Workshop (2 Stunden)
Meine Aufgaben mit Freude und Leichtigkeit bewältigen
Kurs-Angebot (6 X 2 Stunden bzw. variabel)
Work-Life-Balance für Pflegekräfte
Tagesseminar (1 – 2 Tage)
Seminare speziell für Mitarbeiter/innen in pädagogischen Arbeitsfeldern
Pädagogische Arbeit- Spannungsfeld zwischen verwalten und eigenen Ansprüchen Tagesseminar (1 – 2 Tage)



Donnerstag, 12. Dezember 2013

Fernsehen: Kinder und Depressionen


Liebe Leserinnen und Leser,
auch Kinder leiden schon unter Depressionen. Sie möchten das erkennen können und über Hilfen informiert werden? Sicherlich ist folgende Sendung hilfreich:


Heute, Donnerstag, 12.12.13, 22.30 Uhr; WDR
 
Kleine Seelen - großes Leid.
Depressionen bei Kindern

Depressive Kinder-glückliche Erwachsene?.......

Da sollten wir uns engagieren.
Geht es den Kindern in Ihrem Umfeld gut?

Herzliche Grüße aus Achim,

Frauke Schulte

Hochsensible Mitarbeiter in sozialen Arbeitsfeldern

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Liebe Leserinnen und Leser,
folgender Artikel ist erschienen unter:
 
 
 
 
Hochsensible Mitarbeiter in sozialen Arbeitsfeldern -Chancen und Risiken
 
Von Mitarbeitern in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern wird erwartet, sie verfügen über ein gutes  Einfühlungsvermögen, können sich aber auch abgrenzen. Dieser Spagat ist eine besondere Herausforderung für hochsensible Menschen. Sie sind besonders stark von einem Burnout und von Erkrankungen bedroht. Der Anteil an hochsensiblen Mitarbeitern ist in sozialen Arbeitsfeldern besonders hoch.
 
Der Begriff der Hochsensibilität wurde in den 90er Jahren von Elaine N. Aron geprägt. Sie ist Psychologin, Psychotherapeutin und Forscherin und beschreibt Hochsensibilität als eine angeborene Besonderheit des Nervensystems.  Keinesfalls handelt es sich um eine Erkrankung oder um eine psychische Störung.
Die Wahrnehmung hochsensibler Menschen ist feiner und bei Reizen werden andere Gehirnregionen aktiviert. neurologischen Wahrnehmungsfilter normalerweise dafür, Reize werden teilweise ausgeblendet. Hochsensible sind weniger imstande, sich vor zu vielen Reizen zu schützen. Die Verarbeitung von Reizen dauert länger und Eindrücke hallen noch nach, wenn andere Menschen die Situation längst verarbeitet haben.
Hochsensible sind nicht weniger belastbar, sondern sie müssen mehr aushalten. Sie haben ständig mit einer Informationsflut zu kämpfen und geraten leicht in eine Erschöpfung.
 
Überwältigend
Hochsensibilität ist unterschiedlich ausgeprägt. Sie kann alle Sinne betreffen oder nur einzelne. Dabei können Sinneseindrücke überwältigend sein. Situationen, denen sich Nicht-Hochsensible problemlos aussetzen, bedeuten für Hochsensible häufig Stress. Wenn ein Hochsensibler ein gut frequentiertes Lokal besucht und geräuschempfindlich ist, wird er vermutlich Schwierigkeiten haben, das Gespräch mit seinem Gegenüber konzentriert zu verfolgen.
 
Monika Schmidt, Sozialpädagogin in einem Altenheim berichtet von ihrer ständigen Anspannung. Wenn sie nach der Arbeit nach Hause kommt, braucht sie Ruhe. Sie hat den ganzen Tag mit Bewohnern kommuniziert und fühlt sich mindestens  eine Stunde lang nicht in der Lage, sich mit ihrem Ehemann zu unterhalten. Selbst das Rascheln der Zeitung, die er liest, ist für sie zum „aus der Haut fahren“.  Das Ehepaar wohnt in einem hellhörigen Haus. In den letzten 10 Jahren sind sie dreimal umgezogen, weil sich Frau Schmidt durch die Geräusche aus Nachbarwohnungen nervlich am Ende fühlte. Bei Anspannung reagiert ihr Körper mit Schmerzen. Sie unterzieht sich einer Schmerztherapie.
 
Soziale Arbeitsfelder profitieren
Die große Empathie und ihre Intuition verleihen Hochsensiblen besondere Fähigkeiten im Umgang mit Menschen. Viele sind  in pädagogischen, beratenden, therapeutischen und heilenden Berufen tätig. Insbesondere Lehrer, Erzieher und Sozialpädagogen gehen mit viel Idealismus an ihre Aufgaben heran, scheitern jedoch häufig am stressigen beruflichen Alltag.
Dazu trägt zusätzlich ihre intensive Wahrnehmung  bei. Hochsensiblen ist es  wichtig, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Sie sind auf Wertschätzung und Anerkennung von außen angewiesen und engagieren sich entsprechend. Meistens arbeiten  sie besonders  sorgfältig, sie sind lernfreudig, verantwortungsbewusst und verständnisvoll .
 
Risiken
Ständige Veränderungen in Arbeitsabläufen sind Stress für hochsensible Mitarbeiter. Sie brauchen kalkulierbare Arbeitsabläufe, um ihr Potenzial ausschöpfen zu können. Ihr Idealismus und ihre Neigung zum Perfektionismus lassen Abgrenzung oft zu kurz kommen.
Ihr Geruchsempfinden, das bis zu tausendmal feiner ausgeprägt ist als bei anderen Menschen, wird in vielen Arbeitsfeldern besonders belastet, ebenso ihr Gehör durch eine ständige Geräuschkulisse. Die ausgeprägte Empathie lässt sie bei menschlichen Schicksalen stark mitgehen. Sie arbeiten „gedanklich“ auch in ihrer Freizeit, weil sie schlecht abschalten können.
Ihnen ist ihr Leben lang zum Vorwurf gemacht worden, zu sensibel und kompliziert zu sein. Sie bemühen sich um Anpassung und überfordern sich dabei leicht. Ihre innere Stimme, die sie ursprünglich vor Überlastung geschützt hat, nehmen sie nicht mehr wahr.
Ihr Körper zieht die Notbremse, Hochsensible neigen zu psychosomatischen Erkrankungen. Zu den Beschwerdebildern gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen, anhaltende Schlafstörungen, Tinnitus und Hörsturz, Magen- und Darm-Störungen und sinkende Abwehrkräfte gegenüber Infekten. Sie sind ganz besonders von einem Burnout betroffen. Werden alle Warnsignale ignoriert, kann es in der Folge zu psychischen Störungen wie Depressionen und Angsterkrankungen kommen. Ein beruflicher Wechsel erscheint als einziger Ausweg oder es droht die Berufsunfähigkeit.
 
Prävention
Hochsensible, die über ihre besondere Begabung Bescheid wissen, haben eine gute Basis, ihr Leben und auch ihr Berufsleben aktiv zu gestalten. Die Balance zwischen Anforderungen und eigenen Grenzen kann glücken. Es geht nicht darum, als „Opfer“  mit einer besonderen Konstitution jederzeit Rücksicht von anderen einzufordern. Selbstverantwortung im Umgang mit anstrengenden Situationen muss häufig wieder erlernt werden. Hochsensible Kinder haben verschiedentlich erfahren, ihre besondere Wahrnehmung, ihre Beobachtungsgabe  und ihr gutes Körpergefühl wurden als anstrengend von Bezugspersonen empfunden. Sie haben gelernt, diese Fähigkeiten zu negieren. So wurde schon in der Kindheit der Grundstein für viele später auftretende Krankheiten gelegt.
Selbstverantwortung bedeutet, eigene Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen und Ressourcen zu entwickeln. Ziel ist ein schonender Umgang mit belastenden Situationen. Jede Vermeidung von Reizen kann bewirken, der Körper reagiert bei erneuter Anforderung noch stärker. Maßvolles Training mit anstrengenden Situationen ist hilfreicher.
Zu den Ressourcen gehören eine entspannende Freizeitgestaltung, Hobbys und Kurzentspannungs-methoden.
Am Arbeitsplatz kann der Hochsensible äußern, dass ihn als Person bestimmte Anforderungen besonders anstrengen oder besser: Dass er bestimmte (realistisch erfüllbare) Arbeitsbedingungen braucht, um gute Leistungen erbringen zu können. Das kann z.B. das laufende Radio bei Schreibtischtätigkeiten sein, das stört.
Im Einzelfall kann professionelle Hilfe durch Coaches oder Psychotherapeuten angezeigt sein.
Im Idealfall ist der „Helfer“ selber hochsensibel oder zumindest in der Arbeit erfahren. Andernfalls besteht die Gefahr, es wird erfolglos an Symptomen gearbeitet, die auf die Hochsensibilität zurückzuführen sind.
 
Fazit
Hochsensible Mitarbeiter sind eine Bereicherung für jedes Team. Diese Besonderheit muss auch in sozialen Arbeitsfeldern nicht zu Erkrankungen, zum Burnout und zur Aufgabe des Berufes führen. Ein Bewusstsein über die eigenen besonderen Fähigkeiten, aber auch Begrenzungen, lässt Lösungsansätze entwickeln. Sich als starke Persönlichkeit zu präsentieren, die z.B. etwas geräuschempfindlicher ist, stößt in der Regel auf Verständnis. Ob im Arbeitsleben über die Hochsensibilität als Besonderheit gesprochen wird, muss jeder für sich entscheiden. Allerdings sollte in diesem Fall nicht zu viel Verständnis erwartet werden. Es besteht außerdem die Gefahr, etikettiert zu werden und von bestimmten Herausforderungen von vornherein ausgeschlossen zu werden.
 
Monika  Schmidt nutzte das Angebot bei einer ebenfalls hochsensiblen Therapeutin. Sie lernte, abzuschalten und ihre Wahrnehmung zu steuern. Geräusche nimmt sie seitdem nicht mehr als so quälend wahr. Alte Blockaden aus der Kindheit konnten gezielt gelöst werden. Sie empfindet wieder Freude und Zufriedenheit in ihrem Beruf.
 
Frauke Schulte, 3.10.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)
 
Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.
Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings; Therapie und Trainings.
Impressum: Schulte-Coaching, Frauke Schulte, Naumburger Str. 4, 28832 Achim, Tel. +49-4202-500085
www.frauke-schulte.de; info@frauke-schulte.de
Steuernummer 46/106/07797, Finanzamt Verden
Geschäftsführung/inhaltlich verantwortlich nach § 55 Abs.2 RStV: Frauke Schulte
 
 
Literatur/Informationen:
Aron, Elaine N.: Sind Sie hochsensibel?, München 2013
Hensel, Ulrike: Mit viel Feingefühl. Hochsensibilität verstehen und wertschätzen.
Lüling, Christa und Dirk: Lastentragen – die verkannte Gabe. Hochsensible Menschen als emotionale Lastenträger; Lüdenscheid 2010
Parlow, Georg: zart besaitet. Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen; Wie 2003
Pfeifer, Samuel: Der sensible Mensch. Leben zwischen Begabung und Verletzlichkeit; Holzgerlingen 2012
Schorr, Brigitte: Hochsensibilität. Empfindsamkeit leben und verstehen; Holzgerlingen 2011
Sellin, Rolf: Wenn die Haut zu dünn ist. Hochsensibilität – vom Manko zum Plus; München 2011
Informations-und Forschungsverbund HS e.V., Bochum; www.hochsensibel.org
 
 
 
 


 
 
 
 
 

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Hochsensibel - zart besaitet


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Hochsensibel- zart besaitet?

 

Gewinnen Sie noch mehr Kraft und Lebensfreude.

 
Gehören Sie zu den 15 – 20 Prozent der Menschen, die besonders sensibel sind?

Dann bewältigen Sie täglich die Herausforderung, mit Ihrer besonderen Veranlagung, Ihr Leben gut zu gestalten. Wünschen Sie sich manchmal, dass es noch einfacher gehen könnte?

Das Seminar kann Ihnen dazu wertvolle Hilfestellungen geben.

 Mit Hochsensibilität gut leben-Inhalte und Übungen:
Körperwahrnehmung stärken
Stressresistenz steigern
Abgrenzen- „nein sagen“
Persönliche Ziele im Umgang mit Hochsensibilität entwickeln

 
Termin: Samstag, 9.11.2013, 10.00 -17.30 Uhr
Ort: Langwedel-Daverden,
Ihr Teilnahmebeitrag: 100;-€ (Sonderpreis), incl. Kaffee, Tee, Kuchen

 
Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die ihren Wohnsitz im Landkreis Verden haben, können eine Förderung über den Bildungsscheck beantragen. Der Zuschuss kann bis zu 75 Prozent der Seminargebühr betragen.


Anmeldungen: Melden Sie sich bitte bis zum 1.11.2013 bei Frauke Schulte an. Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Ihr Platz ist reserviert, wenn der Teilnahmebetrag eingegangen ist.

Bitte bringen Sie mit:
Yoga- oder Iso-Matte
Wolldecke, 1 Kissen, evtl. dicke Socken

Schreibzeug, Farbstifte, Schere, bunte Bänder (z.B. Geschenkband, Wollreste, Stoffstreifen)

Proviant für die Mittagspause

Ich freue mich auf Sie!
Frauke Schulte


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Donnerstag, 5. September 2013

13.09.13 Interessante Sendung über Hypnose


Hallo liebe Leserinnen und Leser,
ich möchte Ihnen folgende Sendung empfehlen:

Heilen mit Hypnose - Die Macht der inneren Bilder

Freitag 13.09.13; 1.45 Uhr im swr

http://www.swr.de/betrifft/-/id=98466/did=11801298/nid=98466/lwt9g7/index.html

Aufbleiben oder aufnehmen! Es lohnt sich bestimmt.

Sonnige Grüße,
Frauke Schulte




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