Dienstag, 25. Juni 2013

Neue Forschungsergebnisse- was Altenpflegerinnen wünschen

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Altenpflegerinnen- psychisch hoch belastet
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jeder fünfte Mitarbeiter in der Altenpflege fühlt sich erschöpft und denkt über einen Berufswechsel nach, das belegen neue Forschungsergebnisse. Körperliche und psychische Belastungen lassen an die eigenen Grenzen stoßen. Der Fachkräftemangel durch den demografischen Wandel erfordert ein Umdenken. Qualifizierte Mitarbeiter sollten in ihren Ressourcen gestärkt und an ihren Arbeitgeber gebunden werden.

Eine Studie des Forschungsnetzwerkes Gesundheit der Leuphana-Universität in Lüneburg belegt, die Gesundheitssituation des Pflegepersonals in der Region Lüneburg  ist bedenklich.

Das Personal klagt am häufigsten über psychische Belastungen. 30 Prozent fühlen sich ständig müde, angespannt und überfordert, ca. 25 Prozent leiden mehrmals die Woche unter Kopfschmerzen und 20 Prozent unter Schlafstörungen. Die Befragten gaben an, auch mehrfach krank und gegen den ausdrücklichen Rat des Arztes, zur Arbeit gegangen zu sein.

Es ist davon auszugehen, diese Situation ist bundesweit anzutreffen.

Psychische Belastungen im beruflichen Alltag
In der Studie der gemeinsamen Arbeitsschutzstrategie der Regierung der Oberpfalz wurden als besonders belastende Arbeitsbedingungen zu wenig Zeit für die einzelnen Bewohner, eine quantitativ hohe Arbeitsbelastung, zu umfangreiche Dokumentationen und widersprüchliche Aufgabenziele genannt.

Zusätzlich stressverstärkend sind die Gefühle, die mit der Pflegetätigkeit  einhergehen und die häufig verdrängt und deshalb auch nicht benannt werden.

Emotions- und Gefühlsarbeit
Emotionsarbeit bezeichnet die eigenen Gefühle der Pflegekräfte, die sich im Kontakt mit den Bewohnern ergeben. Ekel, Angst, Mitleid, Trauer, Aggressionen und Schamgefühle sollten kontrolliert und  reflektiert werden, damit der Kontakt zu den Bewohnern professionell gestaltet werden kann.

Die Arbeit, die Pflegekräfte  in Bezug auf die Gefühle anderer erbringen, wird als Gefühlsarbeit bezeichnet. Mitarbeiter schaffen eine Vertrauensbasis, motivieren, begleiten das Sterben und trauernde Angehörige. Es können Erinnerungen an eigene Erfahrungen auftauchen und alte Gefühle wie Trauer, Angst und Verlust können reaktiviert werden. Die Gefühlsarbeit sollte ebenfalls regelmäßig  reflektiert werden.

Folgen für den Arbeitgeber
Gestresste Pflegekräfte leiden unter körperlichen und psychischen Auswirkungen. Sie sind angespannt, nervös, frustriert und müde. Ihr Leistungsvermögen nimmt ab und es steigt die Gefahr von Fehlhandlungen. In den Teams kann es zu Konflikten und Mobbing kommen.

Für die Einrichtung bedeutet diese Entwicklung Qualitätsverluste, hohe Fehlzeiten und Fluktuation der Mitarbeiter. Angehörige, die Probleme mitbekommen, tragen dies nach außen. Ein Imageverlust des Altenheimes ist die Folge. Vakante Stellen und freie Bewohnerplätze werden nicht besetzt.

Was sich Altenpflegerinnen wünschen
Den größten Nutzen versprechen sich die Pflegekräfte durch rechtzeitige und ausreichende Information, Fortbildungen zum Umgang mit schwierigen Bewohnern, eindeutig geklärte Zuständigkeiten und mehr Unterstützung durch Vorgesetzte. Sie möchten von fachfremden Aufgaben entlastet werden und wünschen bessere Absprachen im Team. Ein ebenfalls hoher Bedarf besteht an Kommunikations- und Konfliktvermeidungstrainings sowie an Seminaren zur Entspannung und zur Stressbewältigung (Arbeitsschutzstrategie 2011).

Ressourcen stärken
Pflegekräfte wünschen Seminare zur Entspannung und zur Stressbewältigung. Dabei sollten Maßnahmen, die Nachhaltigkeit bieten, vorrangig angeboten werden. Das bedeutet: Schnell erlernbare und überall umsetzbare Methoden der Stressbewältigung sowie die Stärkung der individuellen Bewältigungsstrategien, um die psychische Beanspruchung zu reduzieren.

Werden verdrängte Gefühle des Ekels, der Angst oder der Trauer bewusst gemacht, wirken sie nicht im Unbewussten. Strategien zum Umgang mit ihnen stärken die Ressourcen und die Widerstandskraft.

Trainings, an denen ein ganzes Team teilnimmt, stärken den Zusammenhalt und beeinflussen das Arbeitsklima positiv. Reibungsverluste werden verringert, Frustrationen über Zeitmangel ausgeglichen.

Coachings für Mitarbeiter und Leitungskräfte stärken zusätzlich die Widerstandskräfte. Viele Konflikte können vermieden werden, wenn Leitungen bei Problemen ein offenes Wort sprechen, somit einschätzbar sind und auch Wertschätzung ausdrücken.

Trainings und Coachings sollten sich als Fortbildung zur Stärkung der Persönlichkeit und der
Teamfähigkeit  durch den Lebenslauf ziehen und nicht erst, wenn die Mitarbeiter reihenweise kündigen.

Fazit
Vom Arbeitgeber angebotene und finanzierte Trainings drücken Wertschätzung aus. Die Arbeitsmotivation, Leistungsbereitschaft  und die Identifizierung mit dem Arbeitgeber nehmen zu. Die Pflegequalität und das Image der Einrichtung steigen, die Mitarbeiter werden emotional gebunden. Die Einrichtung bleibt krisenfest und konkurrenzfähig im demografischen Wandel.

Frauke Schulte, 25.06.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.

Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.

Kontaktdaten:
Schulte-Coaching
Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
info@frauke-schulte.de
www.frauke-schulte.de

 
Literatur:
Dr. Beitner: Psychische Belastungen in der Pflege; Gemeinsame Arbeitsschutzstrategie, Regierung der Oberpfalz, 3/2011
CareKonkret, online, 7.05.13
Studie der Leuphana Universität Lüneburg: Organisationale Gesundheit in der Pflegebranche, 2013
BGW-DAK Gesundheitsreport 2003 Altenpflege.
Hölzer, Rosel: Burnout in der Altenpflege, Jena 2003
Zeltner, Felix (in Diagnose Burnout, München 2012): Schwäche ist tabu
Burisch, M.: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Berufsverbleib und Fluktuation von Altenpflegerinnen undAltenpflegern

 

 

 

Montag, 17. Juni 2013

Wingwave-Coaching in der Presse


Schulte-Coaching/Frauke Schulte



Lernen Sie wingwave® kennen. Vielen Menschen mit Problemen und Blockaden wurde bereits mit dieser Methode geholfen.

Als zertifizierter wingwave®-Coach empfehle ich Ihnen folgende Presseveröffentlichungen:

Wingwave®- rasche Hilfe bei seelischen Blockaden. Mit der wingwave®-Methode lassen sich Seelenprobleme oft überraschend schnell in den Griff bekommen.

Hier geht es zum Artikel in der Zeitschrift Focus

Ängste besiegen-Mut lernen

http://wingwave.com/uploads/tx_sbdownloader/Focus-Titel-Angst-20-2013.pdf

Hier geht es zum Artikel der Zeitschrift Bio.

Wingwave – Ein Coaching der ganz besonderen Art“ und „wingwave und Schulprobleme“ in der aktuellen Ausgabe des Magazins BIO Juni /Juli 2013

http://wingwave.com/uploads/tx_sbdownloader/Bio-Magazin_2013-06-07.pdf

Frauke Schulte, 17.06.13
Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.
Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.Sie ist zertifizierter wingwave-Coach.


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Montag, 3. Juni 2013

Altenpflegehelfer besonders burnout-gefährdet

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Altenpflege braucht qualifiziertes Personal


 











Pflegekräfte haben ein besonders hohes Risiko, ein Burnout zu bekommen. Die Arbeitsbedingungen haben sich seit der Einführung der Pflegeversicherung verschlechtert. Personalabbau, Lohnkürzungen, Arbeitsverdichtung, befristete Arbeitsverträge, die Beschäftigung gering qualifizierter Kräfte und Leiharbeit tragen dazu bei.

Der Münchener Psychoanalytiker Schmidbauer sagt: „Die Altenpflege ist eine Brutstätte für Burnout. Die Leute sind eher schlecht ausgebildet, haben oft sehr hohe ethische Ansprüche und ein sehr hohes Liebesbedürfnis. Sie pflegen alte Leute in der Hoffnung, es kommt ganz viel zurück, aber dann erleben sie, dass alte Leute gekränkt sind, dass sie frustriert sind, weil sie Vieles nicht mehr können. Und der, an dem sie das auslassen können, ist eben der Pfleger oder die Pflegerin“.

Geringe Qualifikation
Die Quote niedrig qualifizierter Kräfte in der Pflege wird immer höher. Pflegehelfer werden  z.T. in 6-wöchigen Kursen geschult.  Viele Pflegehelfer sind Quereinsteiger, die wegen ihrer eigenen problematischen Lebenssituation beruflich nie richtig Fuß fassen konnten. Es besteht die Gefahr, sie wollen ihre persönlichen Schwierigkeiten über Dankbarkeit  und Anerkennung von den Bewohnern kompensieren. Das führt zwangsläufig zur Enttäuschung, löst Stress aus und kann zum Burnout führen.

Selbstverständlich gibt es unter diesen Kräften hochmotivierte Mitarbeiter, die eine Bereicherung für die Einrichtung sind und die zu examinierten Altenpflegerinnen fortgebildet werden könnten.

Kursbeschreibung
Der Umfang dieser und ähnlicher Kurse beträgt 156 Stunden (4Wochen) Unterricht und 100 Stunden Praktikum (2,5 Wochen).

Ein Beispiel: „Die Ausbildung zur Pflegehilfskraft erleichtert den beruflichen Einstieg in den Pflegebereich. Sie stellt die Mindestvoraussetzung gemäß SGB XI zur Tätigkeit in einer Sozialstation, häuslichen Pflege oder anderen Pflegeeinrichtungen dar. Mit der integrierten Ausbildung zum Demenzbegleiter nach § 45b, SGB XI sind Sie für Arbeitgeber in der ambulanten Pflege künftig noch flexibler einsetzbar.“

Die Veranstalter bewegen sich im rechtlichen Rahmen. Die Teilnahmegebühr wird bei Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, häufig als Maßnahme zur beruflichen Eingliederung von den Leistungsträgern übernommen.


Fachkräftemangel
Wegen des Fachkräftemangels und der niedrigeren Bezahlung werden gering qualifizierte Pflegehelfer eingesetzt. Die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin dauert 3 Jahre. Ein 6-wöchiger Kurs kann nicht zu solch einer anspruchsvollen Aufgabe befähigen. Schon heute wird die vorgeschriebene Quote an examinierten Altenpflegerinnen unterschritten.

Auswirkungen
Gering  qualifizierte Kräfte sind besonders Burnout-gefährdet, weil sie nicht gelernt haben, professionelle Distanz zu wahren und sich abzugrenzen. Frustrationen und Aggressionen treten auf und die Gefahr von Gewalt gegen Bewohner steigt. Pflegefehler treten auf. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Pflegehelferin benutzt den Rasierapparat eines Bewohners mit Herpes Zoster für den ganzen Wohnbereich.

Durch den Einsatz der Pflegehelfer steigt der Arbeits- und Verantwortungsdruck für die examinierten Altenpflegerinnen.

Forderungen
Pflegediensthelfer- und Schwesternhelferkurse, die in 6 Wochen dazu befähigen, Grundpflege auszuführen und Demenzkranke zu betreuen, sind rechtlich abgesichert. Es stellt sich die Frage, warum in der Altenpflege dermaßen gering qualifizierte Kräfte eingesetzt werden dürfen. Der anspruchsvolle aber gesellschaftlich nicht besonders angesehene Beruf der Altenpflegerin wird dadurch zusätzlich abgewertet.

Auf Pflegehelfer, die die Grundpflege übernehmen, wird in der Zukunft nicht verzichtet werden können. Es ist wünschenswert, dass Pflegehelfer eine mindestens 6-monatige Theoriephase und ein zusätzliches Praktikum von 3 Monaten absolvieren. Noch besser wäre die Vorgabe, dass zumindest der staatlich anerkannte Abschluss zur Altenpflegehelferin erworben sein muss.

Der Bedarf an qualifiziertem Personal wird steigen. Es ist eine gesellschaftliche und politische Verantwortung, Menschen für diesen Beruf zu gewinnen und sie entsprechend gut zu qualifizieren.

Frauke Schulte, 3.06.13
Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 
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Mittwoch, 22. Mai 2013

Gesundheitsstärkung für Altenpflegekräfte




Gesundheit von Altenpflegekräften stärken

 











Altenpflegekräfte haben einen deutlich höheren Krankenstand und einen schlechteren Gesundheitszustand als die Durchschnittsbevölkerung und sind besonders häufig von Burnout betroffen. Die Fluktuation des Personals ist hoch. Schon heute können vakante Stellen nicht besetzt werden.

Der DAK-Gesundheitsreport (2003)hat den Gesundheitszustand von Altenpflegekräften untersucht. Demnach ist der psychische Zustand um 12 Prozent schlechter und psychosomatische Beschwerden kommen 44,3 Prozent häufiger vor als in der arbeitenden Durchschnittsbevölkerung.

Beruflicher Alltag frustriert
Die beruflichen Anforderungen sind seit der Einführung der Pflegeversicherung gestiegen. Personalabbau und  finanzielle Engpässe bestimmen den Alltag.  Einrichtungen, die zusätzlich bei den Materialkosten sparen, lassen bei den Mitarbeitern Frustration aufkommen und die Qualität der Pflege in Frage stellen.

Beklagt wird, zu wenig Zeit für zwischenmenschliche Kontakte mit den Bewohnern zu haben und die Pflege unter Zeitdruck ausführen zu müssen. Das hat eine starke Desillusionierung zur Folge und führt vielfach zum Berufswechsel.

Die Studie von Kleinert/Dietrich (2005) kommt zu dem Ergebnis, dass nach 4 Jahren noch 60 Prozent der Altenpflegerinnen den Beruf ausüben. Aktuellere  Untersuchungen liegen noch nicht vor.

Ein Frauenberuf
Altenpflege ist ein Frauenberuf. Der Anteil der Männer liegt zwischen 5 und 20 Prozent. Männer haben ein realistischeres Verhältnis zu ihrer Arbeit, während sich die Frauen stärker mit ihrer Tätigkeit identifizieren.  Das birgt die Gefahr, die professionelle Distanz zu verlieren und für Enttäuschungen.

Den Beruf Altenpflege gibt es erst seit den 1960er Jahren. Dem Fachkräftemangel während der 50er Jahre wurde mit Schulungen für Berufsrückkehrerinnen entgegengewirkt. Mit der Ansicht „pflegen kann Jede“ wurde eine kurze Schulung als ausreichend angesehen. 1969 wurde die Ausbildung dann gesetzlich geregelt.

Ein bundesweit einheitliches Ausbildungskonzept gibt es erst seit 2001.

Gesellschaftliche Anerkennung fehlt
Im Vergleich zur Krankenpflegerin genießt eine Altenpflegekraft eine geringere gesellschaftliche Anerkennung. Auch die Bezahlung ist niedriger.

Krankenpflegekräfte haben die Kompetenz, auch in der Altenpflege zu arbeiten. Altenpfleger dürfen das nicht. Diese Faktoren wirken sich negativ auf ihr Selbstbewusstsein und ihre berufliche Identität aus.

Führungsstil prägt Arbeitszufriedenheit
Der Führungsstil hat eine hohe Bedeutung für die Arbeitszufriedenheit. Pflegekräfte wünschen Anerkennung und persönliche Wertschätzung für ihren Einsatz. Sie beklagen, auf ihre Gesundheit wird zu selten Rücksicht genommen.  

Eine starre Hierarchie kann zur Überlastung von Leitungskräften und zur fachlichen Unterforderung bei den examinierten Pflegekräften führen. Unterforderung und geringe Handlungsspielräume  machen unzufrieden.

Wie können Altenpflegekräfte an ihren Beruf gebunden und gesund bleiben und ihn auf Dauer mit Freude ausüben?

Berger und Zimber (2004) kommen in ihrer Studie in diesem Zusammenhang zu dem folgenden Schluss:

Die Belastbarkeit der Pflegekräfte hängt vor allem anderen von der Qualität der Arbeitssituation beim Träger ab. Mit einem wertschätzenden Führungsstil, mit der Verteilung der Verantwortung auf mehrere  Personen, kann es gelingen, qualifiziertes Personal zu halten und somit  in der eigenen Einrichtung dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

Ressourcen stärken
Ohne Mitarbeiter ist das Fortbestehen der Einrichtung nicht möglich. jeder Träger sollte sie als wichtiges Gut betrachten.

Es liegt im Interesse jeder Einrichtung, die Ressourcen der Pflegekräfte durch den Abbau physischer Belastungen mit Hilfsmittel und Rückenschule zu erhalten. Besonders wichtig ist außerdem, die psychischen Belastungen durch die Konfrontation mit Sterben, Tod, Ekelgefühlen und im Umgang mit schwierigen Bewohner-Persönlichkeiten zu stärken.

Fallbesprechungen, Supervision und Trainings zum Umgang mit schwierigen Situationen und zur Stressbewältigung sind bewährte Maßnahmen und fördern den kollegialen Zusammenhalt.  Das Betriebsklima verbessert sich, die emotionale Bindung der Mitarbeiter an den Arbeitgeber wird gestärkt und auch die Bewohner profitieren von einer entspannten Atmosphäre.

 

Frauke Schulte, 22.05.13

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 

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Literatur:

Berufsverbleib und Fluktuation von Altenpflegerinnen und Altenpflegern
Literaturauswertung, angefertigt im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zum Berufsverbleib
von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die 2007 im Auftrag des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde.
Autorin: Dr. Angela Joost

IWAK – wissenschaftliches Zentrum an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, 2007

Becker, Wolfgang/Meifort, Barbara (1998): Altenpflege – Abschied vom Lebensberuf, Bielefeld.

Becker, Wolfgang/Meifort, Barbara (1997): Altenpflege – eine Arbeit wie jede andere? Ein Beruf fürs Leben? Bielefeld.

Berger, Gerhard/Zimber, Andreas (2004): Alter(n)sgerechte Arbeitsplätze in der Altenpflege.

Heidelberg/Kiel 2004 in: www.equal-altenhilfe.de/?produkt_downloadbereich v. 14.3.2007

 Cohen-Mansfield, J. (1995): Stress in nursing home staff: a review and a theoretical model.

The Journal of Applied Gerontology, 14 (4), S. 444-466.

BGW-DAK Gesundheitsreport 2003 Altenpflege.

Hölzer, Rosel: Burnout in der Altenpflege, Jena 2003

Zeltner, Felix (in Diagnose Burnout, München 2012): Schwäche ist tabu

Burisch, M.: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010

Montag, 13. Mai 2013

Fachkräftemangel- ausländische Pflegekräfte in die Altenpflege?

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Fachkräftemangel

durch ausländische

Pflegekräfte  beheben?




Schlechte Arbeitsbedingungen in der Altenpflege


 

 
 
 
 
 
Kürzlich berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ auf Nachfrage der Linksfraktion an den Senat, dass im letzten Jahr allein in Hamburg 1500 Stellen in der Alten- und Krankenpflege nicht besetzt werden konnten.

Abhilfe soll die Akquise ausländischer Pflegekräfte schaffen.

Es laufen Vorbereitungen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, ausländische Pflegekräfte aus China, Bosnien und von den Philippinen anzuwerben.

Ist damit die Annahme verbunden, diese Pflegekräfte sind eher bereit unter deutschen Bedingungen zu arbeiten?

Viele examinierte Altenpfleger wechseln nach wenigen Jahren den Beruf, weil die Arbeitsbedingungen schlecht, das gesellschaftliche Ansehen und die Bezahlung gering sind.

Eine Umfrage der Gewerkschaft „verdi“ hat ergeben, 52 Prozent sind mit ihren Arbeitsbedingungen und ihrer Bezahlung sehr unzufrieden, 36 Prozent bezeichnen sie als mittelmäßig.

Die Arbeitsbelastung wird als hoch bezeichnet und mehr als die Hälfte der Beschäftigten bezweifelt, den Beruf bis zum Eintritt der Rente ausüben zu können.

Konkrete Zahlen: Über 70 Prozent der Altenpfleger verdienen in einer Vollzeitanstellung mit Schichtdienst unter 2000,-€ brutto, bei 48 Prozent liegt das Gehalt sogar unter 1500,-€

Außerdem:  Wird es einen ausreichenden Standard bei den Sprachkenntnissen geben? In  der Kommunikation mit alten Menschen ist auch ein „Sprachgefühl“ erforderlich und Anweisungen von Vorgesetzten sollten ebenfalls problemlos verstanden werden können.

 


Frauke Schulte, 13.05.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)
 
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Donnerstag, 9. Mai 2013

Wingwave auf 3sat

Eva/Besser-Sigmund-Institut/Hamburg




Wingwave auf 3sat












Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben schon von wingwave gehört, möchten aber mehr erfahren?

Die vierteilige Coachingserie

"Die Seelenflüsterer - Turbo-Coaching gegen Stress und Angst" wird am 16.05.2013 ab 02.15 Uhr mit allen vier Folgen nacheinander auf 3sat wiederholt.

2 Möglichkeiten: entweder eine lange Nacht einplanen oder rechtzeitig den DVD-Player programmieren.


Viel Spaß!

Frauke Schulte



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Frauke Schulte
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Sonntag, 5. Mai 2013

Teil 2: Neue Lebenskraft und Belastbarkeit nach einem Burnout


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Neue Lebensfreude und

Belastbarkeit nach einem

Burnout


(Teil 2) Stressspeicher leeren mit

wingwave®


 










Nach einem Burnout neue Lebensfreude und Belastbarkeit gewinnen. Der erste Teil informierte über Methoden, die die Gehirnfunktionen stimulieren und normalisieren und die Ressourcen des Burnout-Betroffenen stärken. Das reicht aber meistens nicht. Im Gehirn hat sich ein Stressspeicher aufgebaut.
Erst wenn dieser geleert ist, reagiert der Betroffene nicht mehr gestresst auf bestimmte Auslöser.


Unverarbeitete Lebensereignisse können einen eigenen Stressfaktor bilden. Jedes Mal, wenn eine Situation an solch ein Ereignis erinnert, laufen im Gehirn und im Körper Stressreaktionen ab und der Betroffene wird in seiner Belastbarkeit geschwächt. Bei diesen Stressoren kann es sich durchaus um lange zurückliegende Erlebnisse handeln. Es können aber auch Situationen sein, die das Burnout mit ausgelöst haben. Wenn die Erinnerung an solche Auslöser im Gehirn nicht bereinigt ist, kommt es immer wieder zu Burnout-Empfindungen.

 
Stress ist beendet
Dem Gehirn wird mitgeteilt, der Stress ist beendet. Blockaden, die immer wieder das Burnout-Empfinden auslösen, können gezielt und schnell überwunden werden. Dabei kommt die wingwave®-Methode zum Einsatz.

Ein Beispiel: Die Schlafstörungen von Verena S. hatten Leistungsdruck als Ursache und, wie sich im Verlauf des wingwave®-Coachings herausstellte, eine verschüttete Kindheitserinnerung. Als diese Blockade aufgelöst worden war, konnte sie wieder ohne Probleme schlafen und den Schlaf somit zum Regenerieren nutzen.

wingwave®-Coaching
wingwave®Coaching wurde vom Besser-Siegmund-Institut entwickelt und wird seit über 10 Jahren im Business und zur Leistungssteigerung mit großem Erfolg eingesetzt.

Bei wingwave® wird ein ganz natürlicher Vorgang aus der Schlafphase bewusst genutzt. Während des Schlafes und in den Traumphasen, zeigen sich schnelle Augenbewegungen, die sog. REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement). Diese Augenbewegungen stimulieren beide Gehirnhälften. Die Wirkung ist, dass sämtliche Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet und „sortiert“ werden.

Es gibt aber Stressoren, die so schwer wiegend sind, dass sie nicht im Schlaf verarbeitet werden können. Es entsteht ein Verarbeitungsstau und in der Folge kommt es zu emotionalen Blockaden.

Mit wingwave® werden die Augenbewegung der REM-Phasen im Wachzustand erzeugt. Der Coach „winkt“ vor den Augen des Klienten und dieser folgt den Bewegungen mit seinen Augen. Dadurch wird eine optimale Vernetzung der beiden Gehirnhälften erreicht, Es werden Blockaden gelöst, Stress wird abgebaut und das Gehirn findet neue kreative Lösungen.

Die Art der Blockade wird mithilfe eines Muskeltests an der Hand ermittelt. Der Vorteil ist, der Klient muss nicht in einer „Innenschau“ auf die Suche nach der Ursache gehen. Langwierige Gespräche sind nicht notwendig, die Intervention setzt punktgenau an.

Fazit
Mit den im Teil 1 und 2 beschriebenen Methoden kann ein Burnout lösungsorientiert behandelt werden. Betroffene gewinnen Energie, Lebensfreude und Belastbarkeit.

Lange Krankheitszeiten oder sogar Frühberentungen können vermieden werden, wenn frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die Methoden werden bei einem Burnout in einer Einzel-Behandlung angewendet, für die Prävention außerdem in Seminaren vermittelt. Teilnehmer an Seminaren lernen die in Teil 1 beschriebenen Methoden kennen sowie Elemente aus dem wingwave®-Coaching.

 
Frauke Schulte, 6.05.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 

Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und dieExpertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.

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Literatur/Links
Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009
Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007
Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005
Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz
Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010
www.wingwave.com
BKK Gesundheitsreport 2012