Montag, 3. Juni 2013

Altenpflegehelfer besonders burnout-gefährdet

Microsoft_Bilder

 

 

 

Altenpflege braucht qualifiziertes Personal


 











Pflegekräfte haben ein besonders hohes Risiko, ein Burnout zu bekommen. Die Arbeitsbedingungen haben sich seit der Einführung der Pflegeversicherung verschlechtert. Personalabbau, Lohnkürzungen, Arbeitsverdichtung, befristete Arbeitsverträge, die Beschäftigung gering qualifizierter Kräfte und Leiharbeit tragen dazu bei.

Der Münchener Psychoanalytiker Schmidbauer sagt: „Die Altenpflege ist eine Brutstätte für Burnout. Die Leute sind eher schlecht ausgebildet, haben oft sehr hohe ethische Ansprüche und ein sehr hohes Liebesbedürfnis. Sie pflegen alte Leute in der Hoffnung, es kommt ganz viel zurück, aber dann erleben sie, dass alte Leute gekränkt sind, dass sie frustriert sind, weil sie Vieles nicht mehr können. Und der, an dem sie das auslassen können, ist eben der Pfleger oder die Pflegerin“.

Geringe Qualifikation
Die Quote niedrig qualifizierter Kräfte in der Pflege wird immer höher. Pflegehelfer werden  z.T. in 6-wöchigen Kursen geschult.  Viele Pflegehelfer sind Quereinsteiger, die wegen ihrer eigenen problematischen Lebenssituation beruflich nie richtig Fuß fassen konnten. Es besteht die Gefahr, sie wollen ihre persönlichen Schwierigkeiten über Dankbarkeit  und Anerkennung von den Bewohnern kompensieren. Das führt zwangsläufig zur Enttäuschung, löst Stress aus und kann zum Burnout führen.

Selbstverständlich gibt es unter diesen Kräften hochmotivierte Mitarbeiter, die eine Bereicherung für die Einrichtung sind und die zu examinierten Altenpflegerinnen fortgebildet werden könnten.

Kursbeschreibung
Der Umfang dieser und ähnlicher Kurse beträgt 156 Stunden (4Wochen) Unterricht und 100 Stunden Praktikum (2,5 Wochen).

Ein Beispiel: „Die Ausbildung zur Pflegehilfskraft erleichtert den beruflichen Einstieg in den Pflegebereich. Sie stellt die Mindestvoraussetzung gemäß SGB XI zur Tätigkeit in einer Sozialstation, häuslichen Pflege oder anderen Pflegeeinrichtungen dar. Mit der integrierten Ausbildung zum Demenzbegleiter nach § 45b, SGB XI sind Sie für Arbeitgeber in der ambulanten Pflege künftig noch flexibler einsetzbar.“

Die Veranstalter bewegen sich im rechtlichen Rahmen. Die Teilnahmegebühr wird bei Menschen, die Arbeitslosengeld beziehen, häufig als Maßnahme zur beruflichen Eingliederung von den Leistungsträgern übernommen.


Fachkräftemangel
Wegen des Fachkräftemangels und der niedrigeren Bezahlung werden gering qualifizierte Pflegehelfer eingesetzt. Die Ausbildung zur examinierten Altenpflegerin dauert 3 Jahre. Ein 6-wöchiger Kurs kann nicht zu solch einer anspruchsvollen Aufgabe befähigen. Schon heute wird die vorgeschriebene Quote an examinierten Altenpflegerinnen unterschritten.

Auswirkungen
Gering  qualifizierte Kräfte sind besonders Burnout-gefährdet, weil sie nicht gelernt haben, professionelle Distanz zu wahren und sich abzugrenzen. Frustrationen und Aggressionen treten auf und die Gefahr von Gewalt gegen Bewohner steigt. Pflegefehler treten auf. Ein Beispiel aus der Praxis: Eine Pflegehelferin benutzt den Rasierapparat eines Bewohners mit Herpes Zoster für den ganzen Wohnbereich.

Durch den Einsatz der Pflegehelfer steigt der Arbeits- und Verantwortungsdruck für die examinierten Altenpflegerinnen.

Forderungen
Pflegediensthelfer- und Schwesternhelferkurse, die in 6 Wochen dazu befähigen, Grundpflege auszuführen und Demenzkranke zu betreuen, sind rechtlich abgesichert. Es stellt sich die Frage, warum in der Altenpflege dermaßen gering qualifizierte Kräfte eingesetzt werden dürfen. Der anspruchsvolle aber gesellschaftlich nicht besonders angesehene Beruf der Altenpflegerin wird dadurch zusätzlich abgewertet.

Auf Pflegehelfer, die die Grundpflege übernehmen, wird in der Zukunft nicht verzichtet werden können. Es ist wünschenswert, dass Pflegehelfer eine mindestens 6-monatige Theoriephase und ein zusätzliches Praktikum von 3 Monaten absolvieren. Noch besser wäre die Vorgabe, dass zumindest der staatlich anerkannte Abschluss zur Altenpflegehelferin erworben sein muss.

Der Bedarf an qualifiziertem Personal wird steigen. Es ist eine gesellschaftliche und politische Verantwortung, Menschen für diesen Beruf zu gewinnen und sie entsprechend gut zu qualifizieren.

Frauke Schulte, 3.06.13
Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 
Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.
Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.

 

Kontaktdaten:
Schulte-Coaching
Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
info@frauke-schulte.de
www.frauke-schulte.de

 

 

Mittwoch, 22. Mai 2013

Gesundheitsstärkung für Altenpflegekräfte




Gesundheit von Altenpflegekräften stärken

 











Altenpflegekräfte haben einen deutlich höheren Krankenstand und einen schlechteren Gesundheitszustand als die Durchschnittsbevölkerung und sind besonders häufig von Burnout betroffen. Die Fluktuation des Personals ist hoch. Schon heute können vakante Stellen nicht besetzt werden.

Der DAK-Gesundheitsreport (2003)hat den Gesundheitszustand von Altenpflegekräften untersucht. Demnach ist der psychische Zustand um 12 Prozent schlechter und psychosomatische Beschwerden kommen 44,3 Prozent häufiger vor als in der arbeitenden Durchschnittsbevölkerung.

Beruflicher Alltag frustriert
Die beruflichen Anforderungen sind seit der Einführung der Pflegeversicherung gestiegen. Personalabbau und  finanzielle Engpässe bestimmen den Alltag.  Einrichtungen, die zusätzlich bei den Materialkosten sparen, lassen bei den Mitarbeitern Frustration aufkommen und die Qualität der Pflege in Frage stellen.

Beklagt wird, zu wenig Zeit für zwischenmenschliche Kontakte mit den Bewohnern zu haben und die Pflege unter Zeitdruck ausführen zu müssen. Das hat eine starke Desillusionierung zur Folge und führt vielfach zum Berufswechsel.

Die Studie von Kleinert/Dietrich (2005) kommt zu dem Ergebnis, dass nach 4 Jahren noch 60 Prozent der Altenpflegerinnen den Beruf ausüben. Aktuellere  Untersuchungen liegen noch nicht vor.

Ein Frauenberuf
Altenpflege ist ein Frauenberuf. Der Anteil der Männer liegt zwischen 5 und 20 Prozent. Männer haben ein realistischeres Verhältnis zu ihrer Arbeit, während sich die Frauen stärker mit ihrer Tätigkeit identifizieren.  Das birgt die Gefahr, die professionelle Distanz zu verlieren und für Enttäuschungen.

Den Beruf Altenpflege gibt es erst seit den 1960er Jahren. Dem Fachkräftemangel während der 50er Jahre wurde mit Schulungen für Berufsrückkehrerinnen entgegengewirkt. Mit der Ansicht „pflegen kann Jede“ wurde eine kurze Schulung als ausreichend angesehen. 1969 wurde die Ausbildung dann gesetzlich geregelt.

Ein bundesweit einheitliches Ausbildungskonzept gibt es erst seit 2001.

Gesellschaftliche Anerkennung fehlt
Im Vergleich zur Krankenpflegerin genießt eine Altenpflegekraft eine geringere gesellschaftliche Anerkennung. Auch die Bezahlung ist niedriger.

Krankenpflegekräfte haben die Kompetenz, auch in der Altenpflege zu arbeiten. Altenpfleger dürfen das nicht. Diese Faktoren wirken sich negativ auf ihr Selbstbewusstsein und ihre berufliche Identität aus.

Führungsstil prägt Arbeitszufriedenheit
Der Führungsstil hat eine hohe Bedeutung für die Arbeitszufriedenheit. Pflegekräfte wünschen Anerkennung und persönliche Wertschätzung für ihren Einsatz. Sie beklagen, auf ihre Gesundheit wird zu selten Rücksicht genommen.  

Eine starre Hierarchie kann zur Überlastung von Leitungskräften und zur fachlichen Unterforderung bei den examinierten Pflegekräften führen. Unterforderung und geringe Handlungsspielräume  machen unzufrieden.

Wie können Altenpflegekräfte an ihren Beruf gebunden und gesund bleiben und ihn auf Dauer mit Freude ausüben?

Berger und Zimber (2004) kommen in ihrer Studie in diesem Zusammenhang zu dem folgenden Schluss:

Die Belastbarkeit der Pflegekräfte hängt vor allem anderen von der Qualität der Arbeitssituation beim Träger ab. Mit einem wertschätzenden Führungsstil, mit der Verteilung der Verantwortung auf mehrere  Personen, kann es gelingen, qualifiziertes Personal zu halten und somit  in der eigenen Einrichtung dem Fachkräftemangel vorzubeugen.

Ressourcen stärken
Ohne Mitarbeiter ist das Fortbestehen der Einrichtung nicht möglich. jeder Träger sollte sie als wichtiges Gut betrachten.

Es liegt im Interesse jeder Einrichtung, die Ressourcen der Pflegekräfte durch den Abbau physischer Belastungen mit Hilfsmittel und Rückenschule zu erhalten. Besonders wichtig ist außerdem, die psychischen Belastungen durch die Konfrontation mit Sterben, Tod, Ekelgefühlen und im Umgang mit schwierigen Bewohner-Persönlichkeiten zu stärken.

Fallbesprechungen, Supervision und Trainings zum Umgang mit schwierigen Situationen und zur Stressbewältigung sind bewährte Maßnahmen und fördern den kollegialen Zusammenhalt.  Das Betriebsklima verbessert sich, die emotionale Bindung der Mitarbeiter an den Arbeitgeber wird gestärkt und auch die Bewohner profitieren von einer entspannten Atmosphäre.

 

Frauke Schulte, 22.05.13

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 

Über Frauke Schulte

Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.

Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.

 

Kontaktdaten:

Schulte-Coaching

Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
info@frauke-schulte.de
www.frauke-schulte.de

 

 

Literatur:

Berufsverbleib und Fluktuation von Altenpflegerinnen und Altenpflegern
Literaturauswertung, angefertigt im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zum Berufsverbleib
von Altenpflegerinnen und Altenpflegern, die 2007 im Auftrag des Bundesministeriums für
Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstellt wurde.
Autorin: Dr. Angela Joost

IWAK – wissenschaftliches Zentrum an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Frankfurt am Main, 2007

Becker, Wolfgang/Meifort, Barbara (1998): Altenpflege – Abschied vom Lebensberuf, Bielefeld.

Becker, Wolfgang/Meifort, Barbara (1997): Altenpflege – eine Arbeit wie jede andere? Ein Beruf fürs Leben? Bielefeld.

Berger, Gerhard/Zimber, Andreas (2004): Alter(n)sgerechte Arbeitsplätze in der Altenpflege.

Heidelberg/Kiel 2004 in: www.equal-altenhilfe.de/?produkt_downloadbereich v. 14.3.2007

 Cohen-Mansfield, J. (1995): Stress in nursing home staff: a review and a theoretical model.

The Journal of Applied Gerontology, 14 (4), S. 444-466.

BGW-DAK Gesundheitsreport 2003 Altenpflege.

Hölzer, Rosel: Burnout in der Altenpflege, Jena 2003

Zeltner, Felix (in Diagnose Burnout, München 2012): Schwäche ist tabu

Burisch, M.: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010

Montag, 13. Mai 2013

Fachkräftemangel- ausländische Pflegekräfte in die Altenpflege?

Microsoft-Bilder

Fachkräftemangel

durch ausländische

Pflegekräfte  beheben?




Schlechte Arbeitsbedingungen in der Altenpflege


 

 
 
 
 
 
Kürzlich berichtete die Tageszeitung „Die Welt“ auf Nachfrage der Linksfraktion an den Senat, dass im letzten Jahr allein in Hamburg 1500 Stellen in der Alten- und Krankenpflege nicht besetzt werden konnten.

Abhilfe soll die Akquise ausländischer Pflegekräfte schaffen.

Es laufen Vorbereitungen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, ausländische Pflegekräfte aus China, Bosnien und von den Philippinen anzuwerben.

Ist damit die Annahme verbunden, diese Pflegekräfte sind eher bereit unter deutschen Bedingungen zu arbeiten?

Viele examinierte Altenpfleger wechseln nach wenigen Jahren den Beruf, weil die Arbeitsbedingungen schlecht, das gesellschaftliche Ansehen und die Bezahlung gering sind.

Eine Umfrage der Gewerkschaft „verdi“ hat ergeben, 52 Prozent sind mit ihren Arbeitsbedingungen und ihrer Bezahlung sehr unzufrieden, 36 Prozent bezeichnen sie als mittelmäßig.

Die Arbeitsbelastung wird als hoch bezeichnet und mehr als die Hälfte der Beschäftigten bezweifelt, den Beruf bis zum Eintritt der Rente ausüben zu können.

Konkrete Zahlen: Über 70 Prozent der Altenpfleger verdienen in einer Vollzeitanstellung mit Schichtdienst unter 2000,-€ brutto, bei 48 Prozent liegt das Gehalt sogar unter 1500,-€

Außerdem:  Wird es einen ausreichenden Standard bei den Sprachkenntnissen geben? In  der Kommunikation mit alten Menschen ist auch ein „Sprachgefühl“ erforderlich und Anweisungen von Vorgesetzten sollten ebenfalls problemlos verstanden werden können.

 


Frauke Schulte, 13.05.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)
 
Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.
Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.
 
Kontaktdaten:
Schulte-Coaching
Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
 
 


Donnerstag, 9. Mai 2013

Wingwave auf 3sat

Eva/Besser-Sigmund-Institut/Hamburg




Wingwave auf 3sat












Liebe Leserinnen und Leser,

Sie haben schon von wingwave gehört, möchten aber mehr erfahren?

Die vierteilige Coachingserie

"Die Seelenflüsterer - Turbo-Coaching gegen Stress und Angst" wird am 16.05.2013 ab 02.15 Uhr mit allen vier Folgen nacheinander auf 3sat wiederholt.

2 Möglichkeiten: entweder eine lange Nacht einplanen oder rechtzeitig den DVD-Player programmieren.


Viel Spaß!

Frauke Schulte



Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und die Expertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.

Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings. Sie ist Coach und wingwave-Coach.

Kontaktdaten:
Schulte-Coaching
Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
info@frauke-schulte.de
www.frauke-schulte.de


Sonntag, 5. Mai 2013

Teil 2: Neue Lebenskraft und Belastbarkeit nach einem Burnout


Microsoft_Bilder


Neue Lebensfreude und

Belastbarkeit nach einem

Burnout


(Teil 2) Stressspeicher leeren mit

wingwave®


 










Nach einem Burnout neue Lebensfreude und Belastbarkeit gewinnen. Der erste Teil informierte über Methoden, die die Gehirnfunktionen stimulieren und normalisieren und die Ressourcen des Burnout-Betroffenen stärken. Das reicht aber meistens nicht. Im Gehirn hat sich ein Stressspeicher aufgebaut.
Erst wenn dieser geleert ist, reagiert der Betroffene nicht mehr gestresst auf bestimmte Auslöser.


Unverarbeitete Lebensereignisse können einen eigenen Stressfaktor bilden. Jedes Mal, wenn eine Situation an solch ein Ereignis erinnert, laufen im Gehirn und im Körper Stressreaktionen ab und der Betroffene wird in seiner Belastbarkeit geschwächt. Bei diesen Stressoren kann es sich durchaus um lange zurückliegende Erlebnisse handeln. Es können aber auch Situationen sein, die das Burnout mit ausgelöst haben. Wenn die Erinnerung an solche Auslöser im Gehirn nicht bereinigt ist, kommt es immer wieder zu Burnout-Empfindungen.

 
Stress ist beendet
Dem Gehirn wird mitgeteilt, der Stress ist beendet. Blockaden, die immer wieder das Burnout-Empfinden auslösen, können gezielt und schnell überwunden werden. Dabei kommt die wingwave®-Methode zum Einsatz.

Ein Beispiel: Die Schlafstörungen von Verena S. hatten Leistungsdruck als Ursache und, wie sich im Verlauf des wingwave®-Coachings herausstellte, eine verschüttete Kindheitserinnerung. Als diese Blockade aufgelöst worden war, konnte sie wieder ohne Probleme schlafen und den Schlaf somit zum Regenerieren nutzen.

wingwave®-Coaching
wingwave®Coaching wurde vom Besser-Siegmund-Institut entwickelt und wird seit über 10 Jahren im Business und zur Leistungssteigerung mit großem Erfolg eingesetzt.

Bei wingwave® wird ein ganz natürlicher Vorgang aus der Schlafphase bewusst genutzt. Während des Schlafes und in den Traumphasen, zeigen sich schnelle Augenbewegungen, die sog. REM-Phasen (Rapid-Eye-Movement). Diese Augenbewegungen stimulieren beide Gehirnhälften. Die Wirkung ist, dass sämtliche Eindrücke und Erlebnisse des Tages verarbeitet und „sortiert“ werden.

Es gibt aber Stressoren, die so schwer wiegend sind, dass sie nicht im Schlaf verarbeitet werden können. Es entsteht ein Verarbeitungsstau und in der Folge kommt es zu emotionalen Blockaden.

Mit wingwave® werden die Augenbewegung der REM-Phasen im Wachzustand erzeugt. Der Coach „winkt“ vor den Augen des Klienten und dieser folgt den Bewegungen mit seinen Augen. Dadurch wird eine optimale Vernetzung der beiden Gehirnhälften erreicht, Es werden Blockaden gelöst, Stress wird abgebaut und das Gehirn findet neue kreative Lösungen.

Die Art der Blockade wird mithilfe eines Muskeltests an der Hand ermittelt. Der Vorteil ist, der Klient muss nicht in einer „Innenschau“ auf die Suche nach der Ursache gehen. Langwierige Gespräche sind nicht notwendig, die Intervention setzt punktgenau an.

Fazit
Mit den im Teil 1 und 2 beschriebenen Methoden kann ein Burnout lösungsorientiert behandelt werden. Betroffene gewinnen Energie, Lebensfreude und Belastbarkeit.

Lange Krankheitszeiten oder sogar Frühberentungen können vermieden werden, wenn frühzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Die Methoden werden bei einem Burnout in einer Einzel-Behandlung angewendet, für die Prävention außerdem in Seminaren vermittelt. Teilnehmer an Seminaren lernen die in Teil 1 beschriebenen Methoden kennen sowie Elemente aus dem wingwave®-Coaching.

 
Frauke Schulte, 6.05.13
(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 

Über Frauke Schulte
Schulte-Coaching-Frauke Schulte, Ihr „Schlüssel“ und dieExpertin für Mitarbeiter-Motivation und Leistungssteigerung in der Altenpflege sowie in sozialen und pädagogischen Arbeitsfeldern. Langjährige Berufserfahrung in der Erwachsenenbildung und als Führungskraft.

Mit großem Erfolg und viel Freude unterstützt sie seit über 15 Jahren Menschen dabei, ihr Potenzial zu leben. Ihre Angebote sind Einzelcoachings und Trainings.

Kontaktdaten:
Schulte-Coaching
Frauke Schulte
Naumburger Str. 4
28832 Achim
Deutschland
Tel.: 49-4202-500085
info@frauke-schulte.de
www.frauke-schulte.de

 

Literatur/Links
Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009
Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007
Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005
Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz
Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010
www.wingwave.com
BKK Gesundheitsreport 2012

 

 

Sonntag, 21. April 2013

Neue Lebensfreude und Belastbarkeit nach einem Burnout (Teil 1)


Neue Lebensfreude und Belastbarkeit nach einem Burnout (Teil 1)

Behandlung mit Methoden aus der modernen Gehirnforschung

Microsoft Office-Bilder
 
 

Verena S. ist leitende Angestellte und leidet unter einem Burnout-Syndrom. Seit 2 Jahren beeinträchtigen die Symptome ihre Arbeitsleistung und ihr Lebensgefühl. Nichts konnte ihr bislang helfen. Jetzt erprobt sie neue Methoden und spürt schon nach kurzer Zeit eine Verbesserung.

 

 
Defizite in der Behandlung
Der Zunahme von Burnout steht man zunehmend hilflos gegenüber. Viele Betroffene warten monatelang auf einen von der Krankenkasse finanzierten Therapieplatz. In dieser Zeit verschlechtert sich ihr Zustand weiter. Noch gibt es wenige Therapeuten, die sich intensiv mit dem Thema „Burnout“ beschäftigt haben. Betroffene sind häufig unzufrieden mit der Behandlung, ihr Zustand hat sich nicht wesentlich verändert.

 
Auch Verena S. hat schon einige erfolglose Versuche hinter sich: Entspannungsverfahren, eine psychosomatische Kur und eine Psychotherapie.

Biologische Bedingungen
Bei Stress reagiert der Körper und stellt sich auf Flucht bzw. Angriff ein. Diese Reaktion stammt aus der Zeit der Höhlenmenschen. Noch heute reagiert die Amygdala im limbischen System, dem ältesten Teil des Gehirns wie eine „Alarmglocke“ und bewirkt die Ausschüttung der Hormone Adrenalin und Cortisol. In der Folge wird die Durchblutung der Muskulatur verstärkt, Blutzuckerspiegel und Blutdruck steigen an, das Herz schlägt schneller und das Denkvermögen nimmt ab. Hormonspiegel und Körperfunktionen regulieren sich, wenn die Gefahr, der Stress vorüber ist  oder Bewegung abgebaut wird.

Das geschieht aber bei den heutigen Arbeitsbedingungen oft nicht. Das Stressniveau bleibt hoch und die freigesetzten Hormone beeinträchtigen die Gesundheit.

Veränderungen im Gehirn
Bei Dauerstress schädigt Cortisol den Organismus und der Hippocampus, der Gehirnbereich, der für die Gedächtnisleitung zuständig ist, verkleinert sich. Die Amygdala ist u.a. für die Angstverarbeitung zuständig. Sie wird bei Überbelastung laufend aktiviert, vergrößert sich dadurch und die Angst und somit auch der Stress nehmen zu.

An den Vorgängen im Gehirn sind Botenstoffe, die Neurotransmitter, beteiligt. Sie sorgen für eine gute Kommunikation zwischen den Zellen. Der Neurotransmitterspiegel verändert sich durch Stress. Der Zufriedenheitsbotenstoff Serotonin wird beispielweise nur ausgeschüttet, wenn der Mensch relativ ausgeglichen ist.

Neuere Forschungsergebnisse belegen sogar genetische Veränderungen durch anhaltenden Stress.

K.o.-Zustand
Ein Burnout kann sich bis zum K.o.-Zustand entwickeln: Der Betroffene ist nahezu handlungsunfähig geworden. Im Gehirn funktioniert die Kommunikation zwischen den Zellen nicht mehr richtig, es kommt zu einer neurobiologischen Blockade. Selbst kleinste Belastungen produzieren erneut die Gefühle der totalen Erschöpfung.

Verena S. hat den K.o.-Zustand erfahren: Sie lag auf dem Sofa und fühlte sich nicht mehr in der Lage, eine heruntergefallene Zeitung aufzuheben.

Burnout- eine Körperreaktion
Es handelt sich demnach beim Burnout um eine reine Körperreaktion, verursacht durch die veränderten Hormon- und Neurotransmitterspiegel.

Herkömmliche Therapien berücksichtigen diese neurobiologische Stressblockade als Ursache meistens nicht. Deshalb sind Therapien oft nicht erfolgreich. Bei Betroffenen kann es durch eine Reha-Maßnahme eine leichte Verbesserung geben, die aber oft nur so weit wirkt, dass der K.o.-Zustand verhindert wird. Das Lebensgefühl verändert sich kaum zum Positiven.

Hilfesuchende äußern: „Nichts hilft, es ist so, als ob ich zwei Gedanken gleichzeitig denke“ oder „in meinem Kopf ist nur noch Durcheinander, wie Brei“.

Stressblockade auflösen
Ein Burnout sollte möglichst zeitnah behandelt werden, damit der Zustand nicht chronisch wird.

Methoden, die auf den Erkenntnissen moderner Gehirnforscher basieren, stabilisieren die Gehirnfunktionen.

Alle eingesetzten Übungen sind einfach und schnell erlernbar. Übergeordnetes Ziel ist, der Betroffene kann seinen Zustand wieder selber beeinflussen und er fühlt sich ihm nicht mehr ausgeliefert. Die Übungen sind so konzipiert, dass sie ohne Aufwand und ohne, dass Außenstehende es bemerken, durchgeführt werden können.

Gehirnfunktionen stabilisieren
Durch kleine Körperübungen werden die Koordination der Gehirnhälften und der Stoffwechsel angeregt.

Atemübungen
Die o.g. Wirkung verstärkt sich, wenn die Übungen mit Atemübungen und einer besonderen Form von Tiefenentspannung kombiniert werden.

Trancen und Visualisierungen
In Trancen und Visualisierungen werden positive Zielbilder und Ressourcen für Lebensfreude und Belastbarkeit entwickelt.

Lebensbedingungen
Die Betroffenen reflektieren ihre Lebensbedingungen mithilfe von Übungen. Das Bewusstsein für die eigenen Anteile am Stresserleben wird gestärkt und befähigt zu einem veränderten Verhalten
.

 
Fortsetzung/Teil 2 folgt: Stressspeicher leeren mit wingwave®-

Frauke Schulte, 20.04.13

(Für die bessere Lesbarkeit wurde die geschlechtsneutrale Form genutzt. Der Artikel bezieht sich selbstverständlich auf Frauen und Männer.)

 
Über Frauke Schulte

Schulte-Coaching-Frauke Schulte beschäftigt sich seit 1993 beruflich mit den Auswirkungen von Stress. Sie ist Coach und Heilpraktikerin (Psychotherapie) und in ihrer Praxis auf die Themen Stressbewältigung/Burnout-Behandlung  und „Gesund führen – sich und andere“ im beruflichen Alltag spezialisiert. Sie gibt Einzelcoachings und Seminare.

 

Kontaktdaten:

Schulte-Coaching

Frauke Schulte

Naumburger Str. 4

28832 Achim

Deutschland


info@frauke-schulte.de


 
Literatur/Links
Hüther, Gerald: Biologie der Angst. Wie aus Stress Gefühle werden; Göttingen 2009
Unger/Kleinschmidt: Bevor der Job krank macht; München 2007
Kaluza: Stressbewältigung, Heidelberg 2005
Burisch: Das Burnout-Syndrom, Heidelberg 2010
Frank, Gunter/Storch, Maja: Die Manana-Kompetenz
Besser-Siegmund, Cora; Siegmund, Harry-Institut: wingwave-Coaching, Paderborn 2010
www.wingwave.com
BKK Gesundheitsreport 2012


 

 

Freitag, 5. April 2013

Neuigkeiten aus Frauke Schultes Lebensfreude-Werkstatt Nr. 2

Liebe Leserinnen und Leser,

die 2. Ausgabe meines Newsletters ist online.

Sie möchten ihn regelmäßig bekommen?

Der Link zum Bestellen befindet sich auf der ersten Seite meiner Homepage:

www.frauke-schulte.de

Selbstverständlich können Sie den Newsletter jederzeit ohne Angabe von Gründen abbestellen.
Frauke Schulte-: "Wenn der Stress zunimmt, kann man baden gehen oder eine Brücke bauen".

Neuigkeiten aus Frauke Schultes Lebensfreude-Werkstatt Nr. 2

Liebe Leserinnen und Leser,
ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen und entspannten Tag. Sie können das sehr gut beeinflussen.

Bei Stress wird die Atmung flach und Ihr Gehirn wird nicht mehr so gut mit Sauerstoff versorgt. Sollte Ihre Belastung ansteigen, empfehle ich Ihnen eine Fingerdruckentspannung. Der Druck auf die Finger löst einen tiefen Atemimpuls aus und Stresshormone werden abgebaut.

Kurzentspannungstipp! Und so kommen Sie schnell zu Ruhe und Gelassenheit:
Legen Sie die Fingerkuppen der kleinen Finger und der Zeigefinger aneinander und üben Sie einen mittleren Druck aus. Nehmen Sie wahr wie sich Ihre Atmung vertieft. Halten Sie den Fingerdruck über einige bewusste tiefe Atemzüge.
Diese Übung können Sie jederzeit anwenden, wenn Sie angespannt sind. Noch besser ist es natürlich, Stress damit vorzubeugen.

Burnout oder Depressionen?
Für viele Menschen gibt es keinen Unterschied zwischen Burnout und Depression. Sie bezeichnen ein Burnout als eine verkappte Depression. Um die Störungen gezielt behandeln zu können, ist die Unterscheidung aber wichtig.
Sie möchten mehr erfahren? Hier ist der Link zu meinem Artikel:
www.online-artikel.de/article/burnout-ist-keine-depression-117660-1.html


Psychosomatische Beschwerden,
Schmerzen, Schlafstörungen?
Sie leiden unter Stress, Burnout und unter psychosomatischen Beschwerden, Schmerzen, Schlafstörungen?
Ab sofort biete ich Ihnen zusätzlich Hypnose als besonders wirkungsvolle Methode in meiner Praxis an.

Hypnose
Bei Stress, psychosomatischen Beschwerden und Schlafstörungen ist Hypnose therapeutisch sehr wirkungsvoll. Das ist wissenschaftlich gut belegt. Positive Veränderungen sind schnell möglich und ergeben sich oft bereits nach wenigen Sitzungen.

Was ist Hypnose?
Hypnose ist eine Form der Tiefenentspannung, mit der neue Lösungswege für Probleme und körperliche Beschwerden mit Leichtigkeit entwickelt werden können. Bei einer Hypnose wird die Aufmerksamkeit nach innen gelenkt und der Mensch kommt mit seinen Fähigkeiten und Lebenserfahrungen, die im Unterbewusstsein gespeichert sind, in Kontakt. Dadurch kann er Lösungswege entwickeln, die im Wachzustand schwer zugänglich wären.

Sie haben Bedenken oder Befürchtungen?
Die Themen, die in der Hypnose bearbeitet werden, bestimmt der Klient. Niemand kann gegen seinen Willen hypnotisiert werden oder zu Handlungen beeinflusst werden, die er nicht will.

Coaching und Therapie bei Hochsensibilität

Hochsensibilität ist eine angeborene Variation des Nervensystems und noch immer mit vielen Vorurteilen behaftet. Es handelt sich dabei nicht um eine Krankheit oder Störung, sondern um eine Besonderheit, von der 15 – 20 Prozent aller Menschen betroffen sind.
Sie fühlen sich durch viele Reize in Ihrer Umgebung besonders leicht überfordert? Ihnen wurde schon oft gesagt, dass Sie sehr empfindlich sind? Sie vermuten hochsensibel zu sein?
Erkennen Sie, dass Sie nicht allein sind. Lernen Sie die Vorteile Ihrer besonderen Begabung zu nutzen und mit den Nachteilen umzugehen.

Mein Angebot Erleben Sie Verständnis und Empathie für Ihre Situation. Steigern Sie Ihre Energie und Belastbarkeit mit Methoden aus der modernen Gehirnforschung. Eine spezielle Kombination aus Tiefenentspannung, Atemübungen, Trancen, wingwave® und Hypnose bringt Ihnen neue Lebensfreude, Vitalität und Gelassenheit.
Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit!

Sonnige Grüße aus Achim,
Frauke Schulte


P.S. Treffen Sie mich! Starten Sie entspannt in den Frühling. Noch gibt es freie Seminar-Plätze.

Ein Tag zum Entspannen am 13.04.13 in Verden, von 9.30 – 17.30 Uhr
Gewinnen Sie Lebenskraft und Lebensfreude.Sie haben keine Zeit für länger dauernde Entspannungsübungen? Lernen Sie neue und verblüffend einfache Methoden kennen, mit denen Sie beruflichen und privaten Stress vermindern und Ihre Belastbarkeit stärken. Die eingesetzten Strategien basieren auf den Erkenntnissen der modernen Gehirnforschung. Sie sind unauffällig und (fast) überall anwendbar.

Ihre Investition: 150,-€ Sie sparen gerne? Im Landkreis Verden kann die Förderung bei der „Ko-Stelle und Wirtschaft Frau“ über den Weiterbildungsscheck beantragt werden.
Damit kann Ihre Teilnahme sogar kostenlos sein!

Ich freue mich auf Sie. Bitte melden Sie sich bis zum 09.04.13 an.

Anmeldungen hier oder telefonisch/ per Mail:
www.frauke-schulte.de/downloads/Seminaranmeldung.pdf